(Un)nützes Wissen über den Hamburger SV
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(Un)nützes Wissen über den Hamburger SV

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(Un)nützes Wissen über den Hamburger SV

Dass der HSV der einzige Dino der Bundesliga ist, wissen (fast) alle Menschen in Deutschland. Seit Gründung der höchsten deutschen Spielklasse im Jahr 1963 sind die Hamburger dabei und stiegen noch nie ab. Zweimal musste dafür in der jüngsten Vergangenheit allerdings die Relegation herhalten und wissen Sie, wer den HSV am 1.6.2015 mit seinem Freistoßtor in der 93. Minute rettete? Es war der Chilene Marcelo Diaz, der den Ball zum Ausgleich in das Tor des Karlsruher SC zirkelte und sich mit diesem Tor bei den HSV-Fans unsterblich gemacht hat. Das und 11 weitere, bisher (unbekannte) Fakten über den HSV haben wir für Dich zusammengestellt:

 

  1. Blau, Weiß, Schwarz, das sind die Farben des HSV. Und sicherlich kennt jeder Fußball-Experte auch das Markenzeichen des HSV, die Raute. Aber wie kam der Verein eigentlich zu seinem berühmten Logo? Bei der Gründung des HSV im Jahr 1919 schlossen sich drei Vereine zusammen: der SC Germania, der Hamburger FC und der FC Falke 1906. Als das neue Logo entworfen wurde, achteten die Verantwortlichen darauf, dass jeder der drei alten Vereine darin vorkam. Der SC Germania hatte die Farben Schwarz und Blau auf seiner Flagge, der Hamburger SC Blau und Weiß, und die Farben des FC Falke waren Schwarz und Weiß. Es musste also ein Logo her, das aus diesen Farben bestand. Auf die Raute fiel die Wahl, weil sie ein Symbol war, das oft im Zusammenhang mit der Hamburger Handelsschifffahrt verwendet wurde. Eine Vorlage bot auch das Flaggensignal „Blauer Peter“, eine weiße Flagge, die am äußeren Rand einen blauen Rahmen hat. Diese Flagge wurde gehisst, wenn das Schiff bereit zur Abfahrt war und alle Passagiere an Bord sollten. Das Logo des HSV ist als einziges eines deutschen Bundesligavereins bis heute beinahe unverändert. Nur die Breite der Rauten in der Mitte war zeitweise unterschiedlich.

 

  1. Seit der Gründung des Vereins beschäftigte der Verein 44 bisher verschiedene Trainer. Der HSV-Trainer mit der besten Siegquote von 100 Prozent heißt Frank Arnesen und ist eigentlich gar kein Trainer. Der Däne war nämlich als Sportchef für die Hanseaten tätig, wurde am 10. Oktober 2011 jedoch vorübergehend zusätzlich Trainer der Bundesligamannschaft anstelle des zuvor beurlaubten Michael Oenning. Im Bundesliga-Spiel beim SC Freiburg führte er den HSV durch Tore von Son und Ilicevic zu einem 2:1-Erfolg. Es war der einzige Auftritt von Arnesen an der Seitenlinie, ab dem 17. Oktober 2011 folgte ihm dann Thorsten Fink als neuer Trainer.

 

  1. Der erlebte bei seiner Premiere alles andere als einen Start nach Maß, denn Fink kassierte sein erstes Bundesliga-Gegentor schneller als jeder anderer HSV-Trainer. Am 22. Oktober 2011 traf Wolfsburgs Mario Mandzukic schon nach 65 Sekunden gegen die Rothosen.

 

  1. Dreimal stellte der HSV bisher den Bundesliga-Torschützenkönig: Es waren Vereinslegende Uwe Seeler 1963/64 mit 30 Toren, Kopfballungeheuer Horst Hrubesch 1981/82 mit 27 Treffern und Sergej Barbarez, der in der Spielzeit 2000/01 22-mal für den HSV traf. Der Bosnier musste sich die Kanone allerdings mit Ebbe Sand teilen, der 22 Tore für Schalke 04 erzielte.

 

  1. Mitte der 70er Jahre setzte der HSV als erster (und bisher einziger) Bundesligist auf Trikotdesigns in den Farben Rosa und Himmelblau. Begründung des damaligen Clubchefs Peter Krohn, der mit dieser gewagten Maßnahme auch das starke Geschlecht ins Stadion locken wollte: „Diese Farben gefallen Frauen.“ In Himmelblau gelang 1976 der Pokalsieg – der erste Titel der Nach-Uwe-Seeler-Ära. Ein Jahr später folgte in Baby-Rosa dann sogar der Triumph im Europapokal der Pokalsieger. In dieser Saison feierte pink sein Comeback und ist das grelle, modische Auswärtstrikot der Hamburger.

 

  1. Vor jedem Heimspiel des HSV singt Lotto Karl sein berühmtes Lied „Hamburg, meine Perle“ von einem Kran aus live vor der Nordkurve, um die Fans auf die anstehenden 90 Minuten einzustimmen. Geboren wurde der Künstler am 4. Februar 1967 unter seinem bürgerlichen Namen Gerrit Heesemann in Hamburg.

 

  1. Im Jahr 2003 bestreitet der HSV ein Testspiel beim schottischen Erstligaklub FC Aberdeen (3:2). Weitaus spannender als die Partie ist die Anreise, denn der iranische Offensivspieler Mehdi Mahdavikia hat weder seinen Reisepass, noch ein Gästevisum dabei. Doch bei der Passkontrolle lenken Erik Meijer, Martin Groth und Kollegen die Polizisten so geschickt und gewitzt ab, dass Mahdavikia an den Beamten vorbeihuscht ohne entdeckt zu werden.

 

  1. Die Fans des HSV wählten im Jahre 2004 ihre „beste Hamburger Elf aller Zeiten“, wobei Posipal, Dörfel und Seeler gesetzt waren: Stein – Kaltz, Posipal, Jakobs – Magath, von Heesen, Dörfel, Keegan – Bäron, Seeler, Hrubesch

Ein Großteil dieser Akteure gehört zu dem Team, dass 1983 mit einem 1:0-Erfolg gegen Juventus Turin den Europapokal der Landesmeister in die Hansestadt holte. Bemerkenswert: Mit Magath und von Heesen sind „nur“ zwei ehemalige Bundesligatrainer in der „Top-Elf“. Apropos Trainer: Bei der Wahl des Coaches entschieden sich die Fans wenig überraschend für „den Grantler aus Österreich“ Ernst Happel.

 

  1. Das HSV-Maskottchen heißt „Dino Hermann“.  Seinen Namen verdankt der plüschige Saurier Hermann Rieger, dem Kultmasseur des HSV. Der gebürtige Bayer war 26 Jahre lang im hohen Norden tätig und bei den Fans so beliebt wie kaum ein Spieler. Rieger zu Ehren gründeten Anhänger 1994 den HSV-Fanclub „Hermanns treue Riege“. Der Club ehrte ihn mit einem Abschiedsspiel und gedachte seiner Vereinsikone nach dessen Tod mit einer Trauerfeier im Stadion.

 

  1. 2004 führt das Hamburger Abendblatt auf Hamburger Amateurfußballplätzen eine Überprüfung der Torhöhen durch. Dabei nehmen die Redakteure auch in der damaligen AOL-Arena Maß. Ergebnis: Das Tor in der Nordkurve ist nur 2,39 Meter hoch, in der Südkurve 2,41 Meter. Plötzlich legt die gesamte Liga die Messlatte an und korrigiert klammheimlich die Höhen.

 

  1. In der Saison 2013/14 erreichte der HSV mit 27 Punkten den Klassenerhalt. Dies war die niedrigste Punktzahl, mit der ein Verein seit der Einführung der Drei-Punkte-Regel nicht abgestiegen ist. In den Relegationsspielen gegen Zweitligist Greuther Fürth gelang es dem HSV als erstem Verein, sich mit nur einem geschossenen Tor und ohne gewonnenes Spiel durchzusetzen. Möglich wurde dies durch die Auswärtstorregel, die erstmals zur Entscheidungsfindung genutzt wurde.

In der folgenden Spielzeit stellte der HSV dann gleich den nächsten „Rekord“ auf und konnte mit nur 25 geschossenen Toren die Klasse halten. Dies war die niedrigste Anzahl an geschossenen Toren, mit der eine Mannschaft seit der Gründung der Bundesliga den Abstieg verhindern konnte und zugleich der der drittniedrigste Wert aller Zeiten. Weniger Tore in einer Saison schossen nur Tasmania Berlin (15 in der Saison 1965/66) und Borussia Mönchengladbach (23 in der Saison 2006/07) – beide Teams stiegen jeweils abgeschlagen als Tabellenletzter ab.

 

 

 

 

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