Ein Heimspiel fühlt sich anders an als eine Auswärtsfahrt. Im Modell reicht dieses Gefühl jedoch nicht als Begründung: Entscheidend ist, welche Unterschiede in den Ergebnissen der Trainingsdaten erkennbar sind.
Ein Einfluss unter mehreren
Unser Dixon-Coles-Modell schätzt die Angriffs- und Abwehrstärke der Mannschaften sowie einen gemeinsamen Heimvorteil für die jeweilige Liga. Daraus entstehen erwartete Torzahlen für beide Teams. Diese bilden die Grundlage für die Wahrscheinlichkeiten der verschiedenen Ergebnisse.
Der Heimvorteil wird also aus den Daten geschätzt. Wir schlagen nicht pauschal eine feste Zahl von Prozentpunkten auf jede Heimmannschaft auf. Eine starke Auswärtsmannschaft kann trotz des Heimvorteils Favorit bleiben.
Warum aktuelle Ergebnisse stärker zählen
Wir nutzen bis zu drei Jahre an Ergebnissen derselben Liga. Neuere Begegnungen erhalten mehr Gewicht als ältere. Die Gewichtung nimmt mit der Zeit ab; nach einem Jahr beträgt sie die Hälfte. So bleiben frühere Spiele nützlich, ohne die aktuelle Entwicklung gleich stark zu beeinflussen.
Was die Zahlen nicht erklären
Das Modell trennt nicht zwischen der Wirkung der Fans, einer kürzeren Anreise oder der Vertrautheit mit dem eigenen Platz. Es beobachtet Ergebnisse und schätzt daraus einen statistischen Zusammenhang. Eine konkrete Ursache lässt sich daraus nicht ableiten.
Auch eine besondere Stimmung im Stadion oder kurzfristige Änderungen in der Aufstellung werden derzeit nicht gesondert erfasst. Die Prognose ist deshalb eine datenbasierte Ausgangsperspektive, die nicht jede Besonderheit einer Begegnung kennt.
